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Der Anfang beim Haus selber bauen


Wenn man ein Haus selber bauen möchte, ist der Anfang am schwierigsten. Als Fachfremer wird man am Anfang auf ziemlich viele Fragen stoßen, die einem Kopfzerbrechen bereiten werden.

Als Erstes sollte das Baugrundstück vorhanden sein. Dies ist die Grundvoraussetzung. Hierbei ist zu beachten, wo die Anschlüsse für die Hausversorgung liegen. Grundsätzlich sollte man sich einen Lageplan der Versorgungsleitungen von der Gemeinde besorgen. Wichtig ist die Lage der Versorgungsleitungen, die vor dem Grundstück und im Grundstück liegen. Auf Grund dieses Planes können die Aushub oder Abbrucharbeiten angefangen werden ohne dass man Gefahr läuft wichtige Versorgungsleitungen zu verletzen.

Es ist auf jeden Fall für jeden passiven Bauherren oder für Leute die Ihr Haus selber bauen möchten empfehlenswert, einen Architekten als Berater einzubeziehen. Der Architekt übernimmt die Koordination und die Komunikation mit den verschiedenen Handwerkern.

Sie sollten sich über entsprechende Literatur zum Thema Haus selber bauen informieren. Hierbei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Literatur praxisbezogen aufgebaut ist.

Alternatives Bauen mit Lehm


Andere Länder, andere Sitten. So lautet das Sprichwort, das ich absolult unterstützen kann. Bei uns in Deutschland versucht man verzweifelt alternative Baustoffe, die gesünder, umweltverträglicher und vielleicht sogar günstiger sind zu finden und in der Praxis anzuwenden. In unseren Nachbarländern, wie z.B. Ungarn, diskutiert man nicht lange, sondern verwirklicht diese alternativen Baumethoden seit Jahren erfolgreich. Und zwar das alternative Bauen mit Lehm. Eigentlich dürfte ich nicht über Jahre, sondern eigentlich über Jahrhunderte sprechen, denn seit mehreren hundert Jahren wird dieser natürliche Baustoff zum Bauen von Häusern verwendet. Wie bei allen Baustoffen liegen auch bei Lehm Vor- und Nachteile nah beieinander. Allerdings nach einigen Nachforschungen und Gesprächen mit Bauherren und Handwerksmeistern, die dieses alternative Bauen mit Lehm bevorzugt seit Jahren praktizieren ist mir klar geworden, dass die Vorteile dieses natürlichen Baustoffes überwiegen. Aber zuerst die Nachteile. Es ist aus statischen Gründen nicht erlaubt höher als einen Stockwerk mit Lehmziegeln zu bauen. Als zweites muss Lehm vor Aufweichung von unten geschützt werden. Und als letztes sollte die Außenwandstärke genannt werden. Hierbei sind Wandstärken von 50 – 60 cm leider keine Seltenheit. Damit haben sich die Nachteile allerdings schon , meiner Recherchen nach, erschöpft. Über chemische Zusammensetzungen, Wärmeleitfähigkeiten, Wärmedurchlasskoeffizienten etc. war es nicht nötig mit älteren Maurermeistern und auch Bauherren zu unterhalten, denn sie sagten immer das gleiche: “Vor hundert Jahren haben wir heiße Sommer und bitter kalte Winter gehabt. Bis zu -30° Grad im Winter und + 32° – + 35° im Sommer. Unsere Eltern und Großeltern haben in ihren Häusern weder gefroren noch geschwitzt!” Diese Argumentation, ohne auf Details eingehen zu wollen, konnte ich sogar nachvollziehen. Mit einem einzigen Holzofen wurde im Winter eine Grundfläche von 70 m2 beheitzt. Die Wärme verteilte sich so gleichmäßig, dass im hintersten Eck des eingeschossigen Hauses die Temperatur noch angenehm war. Im Sommer war es genau umgekehrt. Vor der Tür 35° im Schatten, im Lehmhaus angenehme 24 – 25°. Bei diesen Eckdaten werden sogar manche Bauherren in High Tech Häusern Hierzulande nachdenklich. Früher wurden Bauerngehöfte in Ungarn fast ausschließlich mit Lehmziegeln erstellt. Die Vorteile lagen klar auf der Hand. Der Baustoff Lehm war fast auf jedem Grundstück vorzufinden, also war er der günstigste Baustoff. Eigenleistung kostete kein Geld. Die Bauherren benötigten für die Herstellung von Lehmziegeln lediglich Stroh, etwas Wasser eine Schaufel mit dem der Lehm aus dem Boden gestochen wurde und eine selbstgebaute Ziegelform aus Holz. Diese alternative Bauweise mit Lehm lässt mich doch etwas nachdenken…  Ach ja, hier unten hätte ich noch ein Foto. Weitere Beiträge und Aufnahmen bezüglich alternatives Bauen mit Lehm werden noch folgen.pict0011_30_prozent.jpgAn der Ausführungsqualität lässt sich sicher noch etwas ändern. Sie können mich auch gerne auf meiner Webseite besuchen.

Hausbauen ist teuer geworden?


Hausbauen ist teuer geworden, aber warum?

Manchmal wundere ich mich über die Behauptungen, die manche Leute aufstellen. Viele sagen, dass ein Haus zu bauen viel zu teuer geworden sei. Das ist zwar vollkommen richtig, allerdings müssen wir auch sehen: Warum? An den einfachen Arbeitern liegt dies bestimmt nicht. 1998 haben diese Leute besser verdient als heutzutage. Tatsache ist eigentlich, dass die Baumaterialien sehr teuer geworden sind und die Preise einfach von Konzernen diktiert werden. Auf der anderen Seite kann ich die Bauherren auch verstehen, die sich ein gewisses Kapital zusammengespart haben und peinlichst genau auf jeden Cent schauen, den Sie ausgeben müssen. Hierbei ist die Einbindung von Eigenleistungen auch eine gute Möglichkeit, um die Kosten zu senken. Auf jeden Fall sollte ein Kompromiss zwischen Sparsamkeit und „leben lassen“ gefunden werden (dies meine ich im Bezug auf die Tatsache, dass manche die Angebotspreise soweit drücken, dass es eigentlich für die ausführenden Firmen nicht mehr rentabel ist, diese Aufträge anzunehmen). Bei den Rohbauarbeiten werden diese Sparmaßnahmen manchmal teuer erkauft. Was nützt mir ein Gewährleistungsanspruch von 5 Jahren, wenn ich mich laufend mit jemandem herumstreiten muss, in mein Haus nicht einziehen kann und meine Kosten davonschwimmen? Daher lautet meine Devise : einmal bauen, dann aber richtig!

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